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Spielbericht U14 (27.01.2018)

am . Veröffentlicht in U14

Chemnitzer Nachwuchs mit Doppelpack

Für die U14 der NINERS standen am Wochenende gleich zwei Spiele in der Mitteldeutschen Liga auf dem Programm. In der Liga, in der die besten Mannschaften aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen spielen traf man am Samstag in eigener Halle auf den BC Anhalt aus Dessau. Das Hinspiel in Dessau war für die Chemnitzer Jungs eine deutliche Angelegenheit und man gewann mit 50 Punkten Differenz. Trotzdem nahm man den Gegner äußerst ernst und wollte auf keinen Fall den Fehler machen Dessau zu unterschätzen. Bereits im ersten Viertel setzten sich die NINERS dann auch vorentscheidend ab (32:12) und stellten die Weichen erneut auf Sieg. Im zweiten Viertel begann der Verteidigungsdruck noch mehr Wirkung zu erziehlen und Dessau kam nur noch zu fünf Punkten bis zur Halbzeit (55:17). Auch nach dem Pausentee veränderte sich nicht viel. Die Sachsen agierten dominant, bauten den Vorsprung kontinuierlich aus und zeigten einige schöne Angriffs-Sequenzen. Durch die sehr passive und abgesunkene Dessauer-Verteidigung ergaben sich viele Freiräume für die Chemnitzer Schützen, welche sich auch durchaus Treffsicher zeigten. Am Ende siegte man auch in der Höhe verdient mit 111:36.Bereits gut 24 Stunden später ging es für das Team dann zum Auswärtsspiel nach Weißenfels gegen den Nachwuchs des Mitteldeutschen Basketball Clubs. Gegen den MBC konnte man das erste Saisonspiel bereits gewinnen. Doch nicht zuletzt aufgrund einiger krankheitsbedingter Ausfälle wusste man, dass gegen gute Weißenfelser die Latte richtig hoch lag.Gleich von Beginn an zeigte sich, dass beide Teams viel in das Spiel investierten. Zwar gestaltete sich das Spiel im Auftaktviertel nahezu ausgeglichen, doch schien es so, dass die Gastgeber früher ihren Rhytmus fanden. Die Niners hingegen fanden kaum in ihr Spiel und bewegten den Ball durch zu wenige Hände. Dazu haderte man mit einer schlechten Freiwurfquote. Bis zum Viertelende vergab man 6 von 8 Freiwürfe und der MBC führte somit 18:16 nach zehn Minuten.Auch im zweiten Viertel ging offensiv zunächst nichts in den Korb. Zwar wurden die Entscheidungen und die Ballbewegung etwas besser, aber der erfolgreiche Abschluss blieb meistens aus. Die Hausherren scorten aus dem Feld auch eher selten, durften aber allein im zweiten Viertel 20 mal an die Freiwurflinie treten. Folglich führte Weißenfels schnell 24:16. In der Folge trafen dann Brendan Gregori und Curt Kindler jeweils einmal vom Dreipunktland und verkürzten auf 28:22. Bis zur Halbzeitpause kämpfte man sich weiter auf 30:27 heran.Nach dem Kabinengespräch folgte dann die schwächste Phase der Niners. Besonders defensiv mit null Präsenz ausgestattet erlaubte man den Wölfen sich mit einem 11:0 Lauf auf 41:27 abzusetzen. Erst in der 25.Minute wachte die Truppe aus dem Freistaat auf und antwortete mit einem kleinen Run der den Rückstand auf 36:41 verkürzte. Von da an nahm das Spiel an Qualität zu und vor den letzten zehn Minuten war man wieder auf 48:45 dran und hatte die Schwächephase zu Beginn des Viertels ausgeglichen. In dieser Phase, die bis zum Schluss andauerte, übernahmen für Chemnitz vorallem Curt Kindler und Brendan Gregori die Hauptverantwortung im Angriffsspiel der Niners. Curt war es dann auch der das Schlussviertel mit einem Treffer von Downtown eröffnete (48:48), ehe Brendan und wieder Curt die erste Führung (52:49) seit der 8. Spielminute herauswarfen. Doch das Spiel blieb eng und der MBC dran. 36 Sekunden vor Schluss ging der Wölfe-Nachwuchs sogar 66:65 in Führung. Coach Sascha Prötzig zog die Auszeit und gab seinen Schützlingen Instruktionen für den folgenden Einwurf und die letzten Sekunden mit an die Hand. Die Mannschaft hatte zugehört und Curt Kindler bekam den Ball wie gewünscht und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. An der Linie traf er nur den zweiten zum 66:66. Den folgenden Angriff der Wölfe konnte man ohne Foul stoppen und 11 Sekunden vor Ultimo kam das Leder nach dem Rebound wieder in die Hände von Curt, der unwiderstehlich "coast to coast" ging und vier Sekunden vor Schluss per Korbleger die 66:68 Führung erzielte. Da Weißenfels bereits im dritten Viertel alle Auszeiten genommen hatte, mussten sie das ganze Feld überqueren und konnten nicht mehr innerhalb der Zeit abschließen.Somit jubelte die Prötzig-Truppe nach einem tollen Comeback über den Sieg, der die Niners in der Tabelle aufgrund 3 Spiele weniger als der MBC erstmal "nur" auf Platz zwei schiebt."Kompliment an beide Teams zu einem engen, spannenden und emotionalem Spiel und für den guten Kampf den wir uns geliefert haben. Gratulation an meine Truppe, die trotz einiger Schwierigkeiten nie aufgehört hat und sich toll zurückgearbeitet hat. Es war spielerisch sicher nicht unsere beste Leistung, aber wir haben Wege gefunden die Steine die uns in den Weg gelegt wurden, wegzuräumen, nicht zu stolpern und am Ende zu gewinnen. Solche umkämpften Spiele helfen uns sehr in der Weiterentwicklung. Hier sehen wir immer am besten worin wir noch deutlich besser werden können.", so das Trainerfazit nach dem Spiel.