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Spielbericht NBBL (18.02.2018)

am . Veröffentlicht in NBBL I JBBL

NBBL Team mit knapper Niederlage im Play-off-Rennen

Am gestrigen Sonntag traten unsere U19 Bundesliga Spieler bei den Crailsheim Merlins an. Mit einem Sieg konnte man sich frühzeitig für die Play-offs qualifizieren. Leider waren die Voraussetzungen für das anstehende schwere Spiel nicht optimal. Trainer Mohammed Hajjar hatte lediglich 6 fitte Spieler zur Verfügung. Auf Grund der Wichtigkeit des Spiels reisten aber auch fast alle angeschlagenen Spieler mit um wenigstens ein paar Minuten zu unterstützen.
Da Leon Hoppe verletzungsbedingt ausfiel, rückte Bastian Lath in die Starting Five, welche dadurch recht klein ausfiel. Die körperlichen Nachteile wollte man mit viel Druck in der Defense und einem schnellen Angriffsspiel wettmanchen. Gleich zu Beginn des Spiels zeigte sich aber, wie schwierig das werden sollte. Während die jungen Niners zu selten den Ball schnell machen konnten, sicherten sich die Merlins immer wieder zweite Chancen, welche sie konsequent verwerteten. Im weiteren Spielverlauf tauten dann die beiden Serben Lukic und Popovic zunehmend auf und rissen das Spiel immer wieder an sich. Leider gelang es in dieser Phase keinem Chemnitzer Spieler deren Penetrations zu stoppen und so kamen die beiden immer wieder zu leichten Punkten oder konnten ihrer Mitspieler gut in Szene setzen. Schnell erarbeiteten sich die Gastgeber einen kleinen Vorsprung. Auch eine Auszeit, sowie diverse Wechsel konnten am Verlauf des Spieles nichts ändern. So musste man mit einem 19:27 Rückstand in die erste Pause gehen. Sichtlich unzufrieden mit dem ersten Spielabschnitt starteten die Sachsen sehr energisch ins zweite Viertel. Immer wieder konnte man sich nun mit gutem Box-out die defensiven Rebounds sichern und den Ball endlich auch schnell nach vorne spielen. So konnten sich die Niners Punkt um Punkt herankämpfen. Als man zur Mitte des Viertels dann zunehmend Wechsel auf Grund der Foulbelastung einzelner Spieler vornehmen musste, brach der Rhythmus und die Merlins konnten sich wieder etwas absetzen. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Teams wussten nun offensiv zu überzeugen. Vor allem Bruno Albrecht auf Seiten der Chemnitzer drückte in dieser Phase dem Spiel seinen Stempel auf. Zur Halbzeit stand es dann 39:46 aus Sicht der Gäste. In der Halbzeitpause justierte man dann die Defense noch einmal nach. Allen Akteuren war klar, dass man dieses Spiel nur gewinnen kann, wenn man in der Verteidigung gut steht und sich immer wieder Stopps erkämpft. Die Anpassungen zeigten Wirkung. Die Crailsheimer mussten jetzt vermehrt Abschlüsse von außen suchen. Die Niners konnten sich so die gewünschten Stopps erarbeiten und immer wieder schnell den Korb attackieren. Leider schien den Chemnitzern langsam die Luft aus zu gehen. Obwohl man im dritten Viertel mehr korbnahe Abschlüsse hatte als in der gesamten ersten Hälfte, gelang es gerade einmal fünf davon zu versenken. Man schaffte es nicht einmal sich Freiwürfe zu erarbeiten, so war Uros Vucevic der einzige Chemnitzer, welcher im drittel Viertel für einen Wurf an die Freiwurflinie durfte. Dies war leider zu wenig um sich abzusetzen. So gewann man auch dieses Viertel, wie schon das voran gegangene, nur mit einem Punkt. Stand nach Viertel drei: 55:61. Im letzten Viertel schienen dann auf beiden Seiten die Kräfte zu schwinden. Dies machte sich vor allem durch schwache Defense und einfache Fehler im Spielaufbau bemerkbar. Immer wieder kamen so beide Teams zu ganz einfachen Punkten oder freien Würfen. Angriffe auf den Korb wurden oftmals nur noch mit Fouls gestoppt und führten schon zeitig zu Freiwürfen. Als die Chemnitzer dann 2:30 vor Schluss dann erstmals wieder den Ausgleich schafften, wurden die Spieler auf beiden Seiten sehr nervös. Während die Crailsheimer immer mehr einfache Fehler machten, haderten die Chemnitzer vor allem mit den Schiedsrichterentscheidungen. So beging man in den letzten Minuten noch zwei technische Fouls und brachte den Gegner unnötig zurück ins Spiel. Nach 40 Minuten musste man sich also verdient mit 84:89 geschlagen geben.