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Deutliche Niederlage an der Säbener Straße

am . Veröffentlicht in NBBL

na nbbl 2017 spielbericht

Zum Deutschen NBBL Meister von 2015 und keinem geringeren als dem FC Bayern Basketball traten die NINERS gestern ihre erste von zwei Auswärtsreisen in die Landeshauptstadt Bayerns an.

Ohne Leon Hoppe (ProA), Arne Wendler und Johannes Allert (krank/verletzt) und damit ohne einige Leistungsträger wurde die ohnehin schon schwere Aufgabe nicht leichter.

Von Beginn an agierten die Münchner äußerst intensiv und zeigten, dass sie bereits in diesem Alter über viel Erfahrung aus der 2. Bundesliga ProB verfügen. Die NINERS präsentierten sich zwar ihrerseits defensiv auch als hartnäckiger und unangenehmer Gegner, kamen aber offensiv kaum zu kontrollierten oder freien Möglichkeiten. Folglich endete das erste Viertel 16:8 für die Hausherren.

Im zweiten Viertel hatten sich die Chemnitzer so langsam an das Level angepasst und spielten auf Augenhöhe. Immer wieder suchte man den Weg zum Korb und wurde meist durch Freiwürfe belohnt. Insgesamt konnte man den Abschnitt vor der Halbzeit mit 17:14 nahezu ausgeglichen gestalten und war beim 33:22 Halbzeitstand weiter in Reichweite.

Nach dem Seitenwechsel hatten die West-Sachsen dann ihre beste Phase. Vor den Augen des ehemaligen deutschen Bundestrainers und wohl erfolgreichsten Trainer auf europäischem Level, Svetislav Pesic, kämpften sie sich bis auf 37:33 in der 26. Minute an die Gastgeber heran. Julius Albanus und Max Gürtler trugen das Team offensiv und erzielten 10 der 11 Niners-Punkte in dieser Periode. München zog die Auszeit und damit auch Sprichwörtlich den „Stöpsel“ bei den NINERS. In der Folge konnte man der Intensität der Bayern nichts mehr entgegensetzen und agierte zunehmend unsicherer. Mit einem viertelübergreifenden 18:3 Lauf zum 55:36 (32. Minute) entschied der FCBB das Spiel kompromisslos und die Messe war gelesen. Auch wenn das Team aus der „Stadt der Moderne“ sich nie aufgab und bis zur 36. Minute nochmals eine kleine Ergebniskosmetik (57:42) betrieb, ließ der Favorit keine Zweifel mehr aufkommen und die 74:49 Niederlage war besiegelt.

„Neben der natürlich sehr hohen individuellen Qualität des FCBB sind besonders die Geschwindigkeit, Intensität und Härte mit der sie agieren Faktoren in denen es einen deutlichen Unterschied zu uns gibt. Das muss man ehrlich anerkennen. In diesen Belangen hatten wir im Schlussviertel nichts mehr entgegen zu setzen. Meine Spieler haben sich aber nie aufgegeben und alles versucht. Darauf können wir aufbauen. Wir hoffen, dass jeder einzelne Spieler aus diesem Spiel viel lernen und mitnehmen wird“, bilanzierte Headcoach Sascha Prötzig die Partie.